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Partnerschaft Basse-Goulaine - Theley
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Übersicht zu Basse-Goulaine
Geschichte von Basse-Goulaine
von Helmut Rauber
Die Stadt Basse-Goulaine (aus dem Lateinischen: bassa-gulena) hat ihren
Namen von dem Fluss "Goulaine", der das Gemeindegebiet von
Basse-Goulaine in nordöstlicher Richtung durchquert.
Funde aus der Vergangenheit bezeugen, dass eine Besiedlung bereits in der
vorchristlichen Zeit (zwischen 3500 und 1800 vor Christi Geburt)
stattgefunden hat.
Die Lage von Basse-Goulaine und insbesondere die Tatsache, dass es sich
um ein fruchtbares Überschwemmungsgebiet handelte, lässt den Schluss zu,
dass die Gemeinde den Durchzug mehrerer verschiedener Zivilstationen erlebt
hat. Von Bedeutung ist hierbei auch die Nutzung des Flusses als
Handelsstraße und auch für kriegerische Durchzüge.
Im Jahre 1123 unterstand die Pfarrei von Basse-Goulaine dem Bistum von
Nantes und war bis 1420 Teil der Schlossherren von Basse-Goulaine. Nach der
Besetzung durch den Fürst der Bretagne gehörte sie in der Folge weiterhin
den Herren von Basse-Goulaine und wurde von verschiedenen Lehnsherren der
Region verwaltet.
Einige Zeit später war die Gemeinde dann Wohnsitz für zahlreiche
Schiffskapitäne.
Bereits seit 1838 wurde versucht, eine Grundschule
einzurichten, was allerdings erst im Jahre 1856 realisiert werden
konnte.
Die Kirche von Basse-Goulaine, geweiht dem Heiligen
"Saint-Brice", befand sich ursprünglich im Umkreis des Friedhofes
und wurde dann gegen 1870 an ihrem jetzigen Standort neu aufgebaut.
Bekanntester Bürger aus der Vergangenheit von Basse-Goulaine ist Adolphe
Billault, der im Jahre 1860 unter Napoleon III. Minister wurde und der das
Schloß Grézillitères errichten ließ.
Er war weiterhin zwei Wahlperioden lang Präsident der Akademischen
Vereinigung von Nantes.
Zwischen 1835 und 1869 fanden zahlreiche Pferderennen statt und jährlich
am 15. August wurde ein bedeutender Markt durchgeführt.
BasseGoulaine war in der Vergangenheit mehrmals Opfer großer
Überschwemmungen, so z.B. in den Jahren 1910, 1912, 1917 und 1936. Die
größte Überschwemmung ereignete sich im Jahre 1910, als der Damm von
"La Divatte" brach und im Jahre 1936, als sogar die Stadt Nantes
ganz überschwemmt war.
Während des 2. Weltkrieges diente Basse-Goulaine als Zufluchtsort für
zahlreiche Vertriebene. Insbesondere in den Kriegsjahren 1943/ 44 hielten
sich über 4.000 Vertriebene dort auf, bei einer damaligen Einwohnerzahl von
1.300.
Nach dem Krieg entwickelte sich die Gemeinde kontinuierlich bis zum
heutigen Einwohnerstand ( 1990 ) von rund 5.600. Heute ist Basse-Goulaine
immer noch geprägt von Gemüsehandel und Weinbau und es kann gesagt werden,
dass Basse-Goulaine nicht lediglich ein Vorort von Nantes ist, sondern -
bedingt durch seine Lage und seine Entwicklung - eine bedeutende Rolle im
Raum Süd-Loire spielt.
Zwischenzeitlich entstanden Siedlungen
für diejenigen, die in Nantes ihrem Beruf nachgehen, wo nicht genügend
Wohnraum zur Verfügung steht. So wuchs die Bevölkerung bis zum Jahr
2000 auf 8000 und sie wächst noch immer.
Übersicht zu Basse-Goulaine
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