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Der Neubau von 1890-1892 Da die Pfarrei in den folgenden Jahrzehnten anwuchs, konnte auch die erweiterte Kirche den Gläubigen nicht genügend Platz bieten. Im Jahre 1890 wurde der gesamte Bau abgerissen, und nach den Plänen des Architekten Hector errichtete die Gemeinde einen Neubau in spät-gotischem Stil. Die Steine für diese Kirche wurden in einem eigens angelegten Steinbruch im Distrikt "Basel", in der sogenannten "Schächerkaul" gebrochen, auf Wagen verladen und mit Kuhgespannen zur Baustelle gebracht. Beim Auf- und Abladen der schweren Sandsteine halfen auch Frauen und Jugendliche mit. Jeder wollte seinen Beitrag zur Errichtung des Gotteshauses leisten. Viele Bauern, die das Brot für ihre Familien dem kargen Acker abringen mussten, verloren beim Kirchbau Gespann und Wagen, weil die Last der Steine und der holprige Weg zu hohe Anforderungen an Vieh und Material stellten. Dennoch gaben sie nicht auf. Wagen und Kühe wurden gegenseitig ausgetauscht, damit der Acker rechtzeitig bestellt und der Bau der Kirche fortgesetzt werden konnte. Am 6. Juni 1892 wurde das neue Gotteshaus unter Anteilnahme der gesamten Pfarrgemeinde eingeweiht. Die Bauskosten betrugen 80.000 DM.Der Namenspatron der Pfarrkirche war bis weit in das 19. Jahrhundert der hl. Petrus, dem dann durch Pastor Falk, der im Jahre 1875 in Theley verstorben ist, der hl. Paulus hinzugefügt wurde. Im letzten Weltkrieg wurde das Bauwerk durch Granaten beschädigt. Die größten Schäden wiesen das Dach und die Fenster auf. Die Instandsetzungsarbeiten konnten zunächst nur mit primitiven Mitteln durchgeführt werden. Erst im April 1953 konnte unter der Leitung von Pastor Ferres mit der Erneuerung der Fenster und der Innenausmalung begonnen werden. Die Chronik der Pfarrei berichtet, dass diese Renovierung von der Pfarrei allein finanziert werden musste. Letzte Änderung: 6. Mai 2001
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