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Erweiterung im Jahr 1966


Seit der Errichtung dieses Gotteshauses war die Pfarrei von 1892 bis in sechziger Jahre unseres Jahrhunderts von 1300 Seelen auf 3000 Seelen angewachsen. Die Kirche war wieder zu klein, so dass die Erweiterung eine seelsorgliche Notwendigkeit war. Auch erforderte die Reform der Liturgie auf dem Konzil eine Umgestaltung des Altarraumes. Zunächst dachte man an einen Neubau der Kirche. Dagegen sprach aber die Tatsache, dass der alte Kirchenbau von 1891/92 sich in einem baulich guten Zustand befand, und dass die zentrale Lage "Auf dem Fels" so günstig war, dass eine Verlegung des Kirchenplatzes nicht in Betracht kommen konnte.

Herr Pastor Dreesbach wusste, dass er an einem Umbau der Pfarrkirche nicht mehr vorbeikam. In seiner Sylvesteransprache am 31. Dezember 1962 teilte er der Gemeinde mit, „dass es im kommenden Jahr 1963 gelte, der äußeren Gestaltung und der Innenrenovierung des Gotteshauses mit Nachdruck näherzutreten“. Er stellte fest, das sich alleine aus der seit Erbauung der Kirche verdoppelten Bevölkerungszahl die eine oder andere Umänderung im Gotteshaus ergibt, um die beste Sicht auf den Altar zu gewähren, und appellierte an die Gläubigen, ihn und den Kirchenvorstand tatkräftig zu unterstützen.

Die Vorplanung des Umbaues, die Mitte 1963 begann, brachte anfangs erhebliche Schwierigkeiten mit sich. Mehrere Pläne scheiterten daran, dass Grunderwerb nötig war und die Gesamtkosten zu hoch waren. Der letzte Plan, in niedriger Bauweise nur Umgänge zu schaffen, war Herrn Oberbaurat Latz, Saarlouis, zu verdanken. Mit Zustimmung und Beschluss des Kirchenvorstandes stellte er seine Ideen dem Architekten Ton Laub, Saarwellingen, zur Verfügung, der sie in die Tat umsetzen sollte. Dieser Plan entsprach den gestellten Anforderungen. Die bisherige Enge konnte ohne den Ankauf weiterer Grundstücke gelöst werden. Außerdem stellte er die bisher niedrigen Gesamtkosten in Aussicht, die auf 460.000 DM veranschlagt waren.

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Notwendig waren Umbau, Erweiterung und Instandsetzung der Kirche, die Herr Architekt Laub in ca. 3 Bauabschnitten geplant und folgendermaßen im Mai 1965 in seiner Baubeschreibung festgehalten hatte: "Die Erweiterung wird mit niedrig gehaltenen Umgängen der Längsseite erreicht, wobei die erweiterte Nordwestseite in die neue Sakristei ausmündet. Die größere Breite dieser Seite gestattet die Aufstellung der Beichtstühle und den Auszug aus der Sakristei zum Chor.

Da die Erweiterungen die Hauptgänge aufnehmen und die Bankblöcke entsprechend vergrößert werden, werden die Zugänge in die bisherigen Seitenschiffe verlegt und der alte Zugang durch den Turm geschlossen. Die bisherigen unschöne Abstellsakristei an der Südostseite mit Abgang zur Heizung wird abgerissen, dafür der Heizungszugang an die Chorapsis verlegt, was gleichzeitig etwas mehr Raum vor der vorhandenen Feuerung erzielt. Die Empore wird als Stahlkonstruktion neu errichtet, wobei die seitlichen Emporenbegrenzungen Abstand von den Seitenschiffwänden halten".

Die Gesamtkosten konnten bei 700.000 DM gehalten werden. Allerdings hatte die Pfarrei über 400.000 DM aufzubringen. Pflichtbewusste Pfarrmitglieder erklärten sich bereit, durch Haussammlungen einen Teil des Geldes beizutreiben. Zum Ansporn für größere Spenden versprach Herr Pastor Dreesbach demjenigen, der sich verpflichte, vor dem 25. Oktober 1965 wenigstens 300 DM zu spenden, den Eintrag der Namen seiner Großeltern, Eltern und Kinder sowohl in die Urkunde des Grundsteins als auch in die Pfarrchronik. Von 1964 bis 1970 kamen auf diesem Weg 282.000 DM zusammen, Privatstiftungen steuerten weitere 125.000 DM bei. Die Theleyer Vereine erreichten bei der Veranstaltung eines großen Volksbasars einen Nettobetrag von 34.600 DM. Die Zivilgemeinde stellte aus Haushaltsmitteln einen Betrag von 10.000 DM bereit. Am 5. Juni 1966 erfolgte die Grundsteinlegung in Anwesenheit vieler Ehrengäste. Es war ein Festtag für das ganze Dorf und seinen Pfarrer. Die nunmehr erweiterte Pfarrkirche hat nach der bischöflichen Visitation als alleinigen Schutzpatron den Apostel Petrus erhalten.

In den folgenden vier Monaten schritten die Arbeiten soweit voran, dass Ende September 1966 der in den Kunstwerkstätten Maria Laach entstandene neue Altar aufgestellt werden konnte. Dieser neue Altar, aus einem einzigen Muschelkalk-Kernstein gehauen, symbolisiert (nach den Worten von Pastor Dreesbach) "das Leben der Theleyer: Der wuchtige Stein ist ohne Zierbrocken, doch dadurch, dass er wie ein Fels von der Kohle durchbrochen ist, wirkt er leicht, ist ihm die Schwere genommen".Am 19.02.1967 nahm Domkapitular Dr. Albert Heinz von Trier während des Hochamtes die Weihe des neuen Tabernakels vor. Das ebenfalls in der Abtei Maria Laach entstandene Werk des Künstlers Gerhard Biermann fand einen würdigen Platz im hinteren Chor der Kirche. Es ist ein aus Bronze gegossener, kreisförmiger Tabernakel, der von einem Strahlenkranz aus elf Bergkristallen umgeben ist. Auf der Vorderseite ist die „Emmausszene“ dargestellt. Farbige Halbedelsteine versinnbildlichen die Brote.Nach Abschluss der gesamten Bauarbeiten fand am 21. März 1971 die Konsekration des Altars durch Weihbischof Karl Heinz Jacoby statt. In das Reliquiengrab wurden Reliquien der trierischen Märtyrer eingeschlossen.
 
Letzte Änderung: 6. Mai 2001
 

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25. Juli 2008