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Chillanmarkt lockte Massen


Für die Kinderhilfe Chillan haben Schüler, Eltern und Lehrer der Erweiterten Realschule Theley und der Grundschule Theley einen Weihnachtsbasar veranstaltet

Von Volker Peter

"Sortiert wie Großmutters Vorratskammer" - staunt die Besucherin des Chillanmarktes und bewundert leckere Gelees und Konfitüren, die appetitlich in Gläser gefüllt auf Kunden warten. Von Brombeere bis Weißdorn was die Natur an Beeren und Früchten zu bieten hat. "Ende September - Anfang Oktober waren wir in den Wald gegangen und haben die Früchte gesammelt.", erzählt Jeanette Britz von der 9b der Erweiterten Realschule in Theley. Die Standorte habe ihre Lehrerin gekannt. Seit über zwanzig Jahren wird an der Theleyer Schule für die Chillanhilfe ein Weihnachtsmarkt veranstaltet. Zuerst hatte die Lehrerin Annerose Becker mit ihrer Klasse in der damaligen Hauptschule Theley einen kleinen, einstündigen Verkaufsbasar aufgezogen. Jetzt sind die Erweiterte Realschule und die Grundschule Theley mit allen Klassen - von den ABC-Schützen bis zu den Abgängern in den älteren Jahrgängen am Markt beteiligt. "Seit über acht Wochen wird vorbereitet und geplant.", erklärt Fritz Gebel, Schulleiter der Erweiterten Realschule (ERS) Theley. 640 Schüler in 25 Klassen, dazu 43 Lehrer und einige Eltern sind mobilisiert worden, am Markt mitzuwirken. "Der Chillanmarkt ist als Schultag deklariert, es besteht für alle Schüler und Lehrer Anwesenheitspflicht." - unterstreicht der Schulleiter die Bedeutung des Marktes für die Schulleitung. Auch die Grundschule Theley ist mit 150 Schülern und ihren Eltern in acht Klassen mit acht Lehrern dabei. "Mit einfachen Materialien schöne Dinge gestalten, die sich dann auch noch verkaufen lassen." sei, so die Schulleiterin, nicht immer einfach. So müsse anfangs vor allem Überzeugungsarbeit geleistet werden, die Eltern zur Mitarbeit zu gewinnen. Dies sei besonders dort schwierig, wo beide Eltern berufstätig sind. "Gerade im ersten Schuljahr ist hier einiges zu klären, nachher läuft das schon leichter." Auch könne man die Kinder nicht in jede Arbeit miteinbinden. So hat Helene Stoffel mit ihren ABC-Schützen Lebkuchen gebacken, und diese dann, von den Kindern bunt verziert, zum Verkauf angeboten. Die Parallelklasse 1b bietet Tischlaternen mit einem Teelicht an, dazu mit dekorativem Bast umwickelte Vasen. "Ich habe auch so ein Teelicht gebaut.", zeigt Jonas stolz auf das Angebot. Sein Klassenkamerad Max sorgt dafür, dass das Geld auch in die Kasse kommt "Ich kassier am liebsten.", proklamiert der Kleine für sich. Die Eltern der Klasse 3a haben Wand- und Fensterschmuck mit Moos gestaltet und verkaufen leckere Milchshakes, frisch zubereitet. "Vierzig Liter Milch haben wir schon verkauft", berichtet Elternsprecher Jörg Peter. Leckeres auch am Stand nebenan, da hat die Klasse 4a eine Cocktailbar eingerichtet - selbstverständlich alkoholfrei - fantasievolle Bezeichnungen locken die durstigen Kehlen. "Mir schmeckt "Abendsonne" am besten", meint Verena Merks. Dazu hat die Neunjährige mit ihrer Klasse auch Ketten und Modeschmuck aus Fimo gestaltet. Während draußen ein diesig trüber Herbsttag vorüberzieht hat in der Aula der ERS Theley der Advent Einzug gehalten. St. Nikolaus, alias Jörg Becker, schaut schon mal rein. Glühweinduft und frisches Gebäck locken an die Stände. Ein überreiches Kuchenbüffet, Pizza und viele andere Leckereien locken die Besucher. Zwischen zehn und elf Uhr ist in der Aula fast kein durchkommen mehr, dicke Luft und Gedränge zeigen: Volles Haus! Für die Allerkleinsten, die mal entspannen möchten, aber auch für ältere Besucher, die dem Trubel kurz entgehen wollen sind "Saft- und Limobars", Spiele-Ecken und ein Internetcafe eingerichtet worden. Surfen für einen guten Zweck - wer will kann im Computersaal der ERS für zwei Mark eine halbe Stunde ins Internet. Auch hier Hochbetrieb, die Warteliste ist lang. Mike Schug, Jean-Marie Legroux und Dirk Schneider von der 9a behalten den Betrieb im Auge., sorgen dafür das Ordnung herrscht "Damit die Kinder keine verbotenen Seiten besuchen." Bereits um elf Uhr heißt es an vielen Ständen ausverkauft. Erschöpfte und zufriedene Gesichter allenthalben. "Bis zum nächsten Jahr!"
 
Letzte Änderung: 31. Mai 2002
 

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25. Juli 2008